Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde

Gesprächsabend mit Prof. Dr. Gerhard Ahrens zum Thema "Kunst im Dienste hanseatischer Politik"

29.09.2008 19:30 Uhr, Kommunikationszentrum des Verlags Schmidt-Römhild, Eingang Fünfhausen (kleine weiße Tür)

Vor fast 170 Jahren stifteten die Senate der freien Hansestädte Lübeck und Hamburg ein Ölgemälde, das den Kaisersaal im Frankfurter Römer schmücken sollte. Sie wählten dafür Kaiser Friedrich I. Barbarossa, denn die Dänen hatten gerade einen Transitzoll auf den Warenverkehr zwischen beiden Städten eingeführt. Das aber war ein Verstoß gegen Barbarossas Privileg von 1188, wogegen die Hanseaten unverzüglich bei der Frankfurter Bundesversammlung Beschwerde eingelegt hatten. Genützt hat der Protest zwar nichts, doch das Gemälde des bedeutenden Düsseldorfer Malers Karl Friedrich Lessing erfreut noch heute die Besucher des Frankfurter Rathauses und bezeugt zugleich den untauglichen Besuch, Kunst in den Dienst hanseatischer Handelspolitik zu stellen.