Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde

Vortrag über Graf Adolf VIII. von Holstein anlässlich seines 550. Todestages

04.12.2009 19:30 Uhr, Vortragsraum des Museums für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1-3 (Eingang rechts neben der Freitreppe)

Prof. Dr. Oliver Auge, Kiel, spricht zum Thema:

Eine Dynastie stirbt aus: Zum 550. Todestag Graf Adolfs VIII. von Holstein und zu seinem Stellenwert in der schleswig-holsteinischen und lübeckischen Geschichte

Am 4. Dezember 1459 verstarb in Lübeck Graf Adolf VIII. von Holstein. Mit ihm erlosch die Rendsburger Linie des Hauses Schauenburg, die über 300 Jahre lang Holsteins Geschicke wesentlich bestimmt hatte und der es im Lauf dieser Zeitspanne gelungen war, ihren Einflussbereich auf Schleswig und kurzfristig sogar auf ganz Dänemark auszudehnen. Adolf VIII. selbst hatte sich in einem langwierigen Konflikt gegen Dänemark behauptet und 1440 die Belehnung mit Schleswig erlangt. Schleswig und Holstein waren so unter einem Herrscher vereint, und Adolf gehörte zu den mächtigsten Territorialfürsten Norddeutschlands. Sein Tod hinterließ ein Machtvakuum, das dann der dänische König Christian I., Adolfs Neffe, schnell zu füllen verstand. Adolfs VIII. Tod wurde mithin zu einem wichtigen Wendepunkt der schleswig-holsteinischen und Lübeckischen Geschichte. Der Vortrag gewährt einen vertieften Eindruck in die damaligen Geschehnisse und in das Leben des letzten Schauenburgers.